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Alles Helden

In der Familie Schmidtke gibt es Probleme: Herr Schmidtke wurde kurz vor seiner Pensionierung entlassen, er reagiert mit Selbstmitleid und Rückzug. Seine Tochter Lydia hat sich gegen die verkorkste Beziehung zu Benno, ihrem bisherigen Freund, einem großen Egozentriker, entschieden. Und auch die Suche nach Arbeit oder wenigstens einer Aufgabe gestaltet sich nach Studienabschluss nicht leicht. André, ihr Bruder, hat es als Arzt zwar zu einer renommierten Praxis gebracht, mit seinen Eltern will er aber nicht mehr viel zu tun haben. Angesichts dieser Entwicklungen erkennt Frau Schmidtke, dass ihr die gewohnte Kontrolle über die familiäre Situation längst entglitten ist. Auf der Suche nach Auswegen treffen Lydia, Herr Schmidtke und Benno in einer U-Bahnstation auf einen rätselhaften Fremden, der es geschickt versteht, sie durch seine radikalen Gedanken in seinen Bann zu ziehen. Am Ende geschieht in der U-Bahnstation ein Unglück.

Aufführungen
UA: theater phönix, Linz, 24.11.2005 Regie/Bühne: Stephan Bruckmeier
Hörspiel ORF/NDR 2009

Presse
ALLES HELDEN ist das Stück eines überaus begabten Dialogschreibers, der das verbale Ping-Pong-Spiel perfekt beherrscht. Und außerdem seine Figuren sehr genau zeichnet, ihnen Geschichte, Kontur und Charakter gibt. Jungwirth weiß Bescheid über die Unzulänglichkeiten und Eitelkeiten der Menschen, über ihre Versagensängste und ihr vielsagendes Schweigen.
OÖN

Andreas Jungwirth denunziert seine Figuren nicht. Er zeichnet schlüssig das nicht nur in dieser Familie herrschende Unvermögen, miteinander zu reden und wirklich zuzuhören. Die als ‚Helden des Alltags’ um Glück und Authentizität kämpfenden Familienmitglieder kommen glaubhaft über die Rampe.
Neues Volksblatt

Jungwirths szenische Konfettitechnik streut im Minutentakt dem Publikum allzu Bekanntes und dadurch Erschreckendes entgegen. Ein kleiner Kreis von Familienmitgliedern und Bekannten, allesamt Opfer und Betreiber prekärer Verhältnisse, taumelt von einer peinlichen Situation in die nächste. Es geht um jederzeit möglichen Sozialabsturz, suggerierte Beziehungen, verdrängten Krebs, kleine Alkoholfluchten, unterschwellige Gewalt und die gute Chance, irgendwann Opfer eines Terroranschlags zu werden. Mit dem Gespenst des allgegenwärtigen Todes wird kokettiert. Fast macht sich Enttäuschung breit, wenn die Erlösung nicht gleich eintritt. Mittendrin taucht eine männliche Rätselgestalt mit provozierender Geradlinigkeit auf.
Der Standard

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